Basilikum ist sicherlich eines der beliebtesten Küchenkräuter und für mediterrane Gerichte, wie Pizza, Pasta oder Pesto unverzichtbar. Ungeachtet der kulinarischen Wertigkeit, ist ein Topf mit Basilikum auf der Terrasse oder dem Balkon immer eine Schau. Ich bezeichne Basilikum gerne als „Streichelpflanze“, denn bei Berührung wird ein wunderbarer Duft im Umfeld verströmt. Nun stellt sich die Frage, wie komme ich an Basilikumpflanzen? Werden Pflanzen gekauft, ist besonders der Übergang ins Freiland heikel. Nässe und Kälte werden von den jungen Pflanzen gar nicht gut vertragen. Vor Mitte Mai, selbst wenn es keinen Frost mehr gäbe, ist es für das wärmeliebende Kraut v.a. in den Nächten noch zu kalt. Alternativ kann ab etwa Mitte bis Ende März mit der Aussaat auf der Fensterbank begonnen werden. Ab Mitte Mai ist eine Aussaat im Freiland möglich. Basilikum ist ein Lichtkeimer, was bedeutet, dass das Saatgut bei der Aussaat nur angedrückt und nur sehr leicht mit Erde bestreut wird. Je Töpfchen können etwa 3-10 Samen verwendet werden. Um Basilikum bis Mitte Mai im Haus fit zu halten ist viel Licht notwendig. Eine Zusatzbeleuchtung kann einen merklichen Vorteil bringen, pralle Sonne hingegen schaden. Die Keimtemperatur sollte zwischen 18 und 25°C liegen. Durch die Aussaat in kleine Töpfchen erspart man sich später das Pikieren. Sollten sich in dieser Zeit schon Blüten bilden, können diese zu Gunsten einer besseren Blattentwicklung ausgeknipst werden. An der Stelle möchte ich auf das mehrjährige Strauchbasilikum hinweisen, das im Haus überwintert werden kann, aber nicht winterhart ist. Die Sorte ‘Magic Blue‘ hat durch die reiche Blüte einen sehr guten Zierwert, geschmacklich finde ich zwar andere Sorten mit feinerem Aroma besser, aber viele finden das gerade nun wieder gut. Ich bevorzuge tatsächlich jedes Jahr neue Pflanzen, da die Überwinterung nicht immer glückt. Noch ein spezieller Tipp zur Aussaat. Es gibt für Kunststoffflaschen kleine Brauseaufsätze, die sich besonders gut zum Gießen der Aussaaten eigen. Der Wasserstrahl ist wesentlich feiner wie bei einer Gießkanne und das Saatgut wird nicht abgeschwemmt.